Schlaf doch in der Glockenblume

Hast du die passende Blüte, kommt auch die passende Biene vorbei. Klar, sie kommt nur, wenn sie irgendwo in der Nachbarschaft (noch) vorkommt. Denn Wildbienen fliegen nicht besonders weit. Zudem sind sie in der Regel Einzelkämpferinnen, haben also keinen Staat hinter sich, wie die Honigbiene.

Kleiner Kerl mit Biss

Bienenbestimmung ist was für Profis und ich hoffe, ich schreibe keinen Quatsch, wenn ich behaupte: das hier ist eine Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi). Ein Männchen:

Männchen der Glockenblumenscherenbiene auf Blüte

Dank einer lieben Freundin habe ich in diesem Jahr endlich Glockenblumen auf dem Balkon. Wir haben sie in ihrem schönen, wilden Garten neulich ausgegraben und umgesiedelt. Sie fühlen sich wohl und ich hoffe, sie werden Stammgäste. Denn was mich besonders entzückt: es schlafen Bienen in ihren Blüten!

Eine Biene schläft in der Blüte einer Glockenblume

Eine beliebte Schlafposition. Mehrere Wildbienenarten machen das so, beißen sich mit ihren Mandibeln (Mundwerkzeugen) fest – auch an Blättern und Halmen, je nach Art. Und harren aus. Nächte, manchmal tagelang, wenn das Wetter nicht mitspielt. Diese hier – (vielleicht das selbe Männchen wie oben?) – hat es auf ganze vier Tage gebracht, bis es endlich wieder wärmer und sonniger wurde. Das nenne ich Biss. Respekt!

Mehr zu dieser Art auch hier: wildbienen.de

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